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26.10.2012 – tysabri (60.), med. versorgung, umzug

in all dem persønlichen trubel der letzten zwei wochen ist die 60. infusion gar nicht gebuehrend gefeiert worden. 😦 jedenfalls verlief sie erfolgreich und schnell wie immer. ein abschliessendes gespræch mit oberarzt dr. lindner fuehrte zur klærung einiger offener fragen:

ab dezember wird die neuro-ambulanz der uniklinik kiel meine weitere versorgung in diesem bereich uebernehmen. rezepte aller art werden wie gewohnt fernmuendlich abrufbar sein und alle fuenf wochen werde ich die weite reise aus neuschønberg antreten, um die gewohnte infusion in kiel einzunehmen. daneben wurde mir offenbart, dass die bisher halbjæhrliche MRT-untersuchung nun jæhrlich gemacht wird. mein stabiler zustand spricht dafuer.

das private problem ist zur routine geworden, man lebt so miteinander in vorwinterlicher gefuehlskælte. und ich freue mich schon auf den umzug. gestern, nach der infusion, gings bereits mit der ersten wagenladung bis auf 2km an den neuen standort heran; meine eltern lagern einige sachen zwischen. da fællt mir ein dass ich den neuen mietvertrag noch anfordern…da…anke reicht ihn grad rein! 🙂

der neue vw-caddy bleibt nach einigem finanziellen jonglieren im familienbesitz, wohni bleibt auch und ich bin quasi auf der suche nach einer adæquaten, weiblichen reisebegleitung.  😉

08.10.2012 – telefonieren

ich bin nun seit 1o3oh am telefon und habe unzæhlige viele einige pflegeheime abtelefoniert. mehrfach war ich doppelt verbunden, da sich ein- und dieselbe einrichtung unter mehreren namen befindet. die meisten pflegeheime rieten mir sehr nett in meinem alter (45) von der unterbringung in einem klassischen altersheim ab, da deren bewohner oftmals doppelt so alt seien und unter demenz leiden.

sehr hilfreich war heute ein telefonat mit der DMSG in kiel, bei der ich doch auf betreutes wohnen gebracht wurde. mit allen møglichen nøtigen pflegehilfen und dem essen auf rædern, kønnte ich doch ein relativ eigenstændiges leben fuehren und hætte neben den mietkosten noch etwas mehr zur verfuegung, als die 100€ taschengeld in einem pflegeheim. die absolute endrechnung kann natuerlich ich erst im (persønlichen) gespræch mit der einrichtung checken.

zwei besichtigungs- bzw vorstellungstermine sind fuer mittwoch verabredet (DRK-seniore-\pflegeheim und AWO-servicehaus), ein telefonat muss ich noch fuehren und zwei anrufe erwarte ich noch. die møglichkeiten einer altersgerechten unterbringung bestehen durchaus und sind von mir auch erwuenscht, denn 80+, das mag ich nichtmal meinen eltern zutrauen… 😐

07.10.2012 – denken und essen

ulrike m. aus k. hat mir das erste und massiv aufbauende gespræch der neuen situation geschenkt. danach grasi aus p., der noch weiter aufbaute. es tut gut, ueber anderes zu sprechen\blødeln und auch eine automobile teilweise haushaltsaufløsung verbal zu betreiben. danke euch zwei und auch danke an die vielen anderen leser, die hier mitfiebernleiden.

die grosse heulende starre ist fuers erste durch und anke hat mir eben zwei sandwiches geschmiert. die erste, feste nahrung seit gestern mittag. und ja, wir kommunizieren sachlich und ich habe keine pistole auf der brust. ich hab aber ein paar wochen zeit zum auszug, wenns sein muss ich nix so schnell finde, was doof wære, denn mein seelenheil freut sich egtl auf eine verbesserung der lage.

07.10.2012 – heulen und denken

ich fuehl mich wie ausgekotzt. und ich fuehle mich auch etwas unsicher dabei, diese sache im www zu verarbeiten („sowas macht man doch nicht!“). aber ich seh irgendwie keine andere løsung – immerhin spielt sich nahezu mein gesamter freundeskreis im internet ab. nicht, dass ich darueber traurig bin, aber es ist dennoch ein vøllig anderer\neuer vorgang fuer mich. ob das schædlich oder von vorteil ist, kann wohl niemand abschætzen.

jedenfalls ist mir zum heulen heule ich mich durch den tag. wæhrend anke das ganze momentan zumindest verbal abgehakt hat, wird mich das nicht so einfach in die tagesordnung uebergehen lassen. welche tagesordnung eigentlich? die meinige muss ja nun total neu geschrieben werden.

vorhin gegen 11oo  schaute meine pflegerin kerstin rein. normalerweise hilft sie mir beim aufstehen. nun war ich aber schon zwei stunden hoch und sie war sichtlich geschockt ueber meine lage (mit dicken, verheulten augen und anke æhnlich neben mir). ich fragte nach einer unterbringungsmøglichkeit nebenan im drk-heim und sie versprach, montag schonmal ihre chefin vorzuwarnen, zumindest kønne man mir dort hilfestellung leisten. sie verliess unsere wohnung mit abgewandtem gesicht und ich merkte, dass ihr die situation auch sehr nah ging.

ach wær doch schon montag; anke hat schon eine gewisse kaltschnæuzigkeit in stimme und ausdrucksweise – da ist der erste haken bereits gemacht.

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