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Afu: DMR Digitalfunk – Linksammlung

https://www.dk7lst.de/cms/?q=dmr

Vorwort

Ich arbeite mich gerade in die Thematik ein und möchte meine Erkenntnisse auf dieser Seite sammeln, um anderen DMR-Nutzern den Einstieg zu erleichtern. Da ich DMR selbst noch nicht in allen Details und Feinheiten durchdrungen habe, kann diese Seite unter Umständen noch Fehler enthalten. In diesem Fall bin ich für einen Hinweis dankbar, denn man lernt bekanntlich nie aus… 🙂 Die Seite wird mit der Zeit erweitert.

Was ist DMR?

DMR (Digital Mobile Radio) ist ein digitaler Standard für Betriebsfunk / Bündelfunk, der vom European Telecommunications Standards Institute (ETI) im Jahr 2006 verabschiedet wurde. Der Standard macht es möglich, GerätSe verschiedener Hersteller im selben Funknetz zu verwenden. DMR bietet sowohl Sprach- als auch Datendienste.

Der DMR-Standard ist primär auf die Bedürfnisse von Firmen zugeschnitten, die ein zuverlässiges innerbetriebliches Kommunikationsmittel brauchen. Diese Seite beschäftigt sich vorrangig mit der Anwendung im Amateurfunk.

Drei Tiere

Der DMR-Standard existiert in drei Varianten, welche im englischen als TIER (zu Deutsch: Stufe, Rang, Ausprägung) bezeichnet werden.

  • DMR Tier I ist die Einsteigerversion für den Hobby-Bereich und eine Art Luxus-Version der anmelde- und gebührenfreien analogen PMR446-Geräte, welche man heutzutage in fast jedem Baumarkt bekommt. Sie sind sehr stark abgespeckt, so dass die hier aufgeführen Informationen nur eingeschränkt für Tier I-Geräte gelten.
  • DMR Tier II sind Geräte für klassische Betriebsfunk-Anwendungen, z.B. zur Kommunikation von Arbeitern auf einem Fabrikgelände, ggf. auch mit mehreren Standorten, die miteinander vernetzt sind.
  • DMR Tier III ist für richtig große Netze gedacht, in denen mit vielen Basisstationen viele Benutzer bedient werden müssen.

Für DMR ab Tier II benötigt man eine Funklizenz, d.h. man muss entweder eine kommerzielle Betriebsfunkfrequenz anmieten oder die Geräte im Rahmen des Amateurfunkdienstes auf Amateurfunkfrequenzen betreiben.

Vorteile von DMR (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

  • Sowohl Funkgeräte als auch Repeater können sowohl digital als auch analog arbeiten, so dass, wenn nötig, auch mit analogen Geräten kommuniziert werden kann.
  • Betrieb sowohl direkt von Gerät zu Gerät als auch in einem Repeater-Netz möglich.
  • Es existieren zwei Zeitschlitze (s.u.), so dass zwei unabhängige Funkgespräche auf der selben Frequenz möglich sind. Verglichen mit einem normalen analogen FM-System sind also doppelt so viele Funkgespräche bei gleicher Kanalzahl möglich, was besonders dicht besiedelten Regionen mit wenigen freien Frequenzen zu Gute kommt.
  • DMR spart Strom und verlängert die Laufzeit mobiler Geräte, da der Sender und Empfänger nur im jeweiligen Zeitschlitz aktiv sein müssen und die restliche Zeit in einen Stromsparmodus wechseln können.
  • Es sind sowohl Einzelgespräche als auch Gruppengespräche möglich.
  • Über Gesprächsgruppen (Talkgroups) lassen sich gezielt andere Funker einer bestimmten Region oder einem bestimmten Themenkreis adressieren.
  • SMS-Funktion zum Austausch von Kurznachrichten (Text).
  • Vernetzung möglich, auch international. Die Vernetzung kann auch über das Internet erfolgen.
  • Roaming-Funktion zur automatischen Wahl des Repeaters, der am jeweiligen Standort am besten empfangen werden kann.
  • Jedes Funkgerät hat eine eindeutige ID, dadurch kann das Rufzeichen der Gegenstelle im Display angezeigt werden. Außerdem können ankommende Gespräche automatisch zum eigenen Standort geroutet werden, ohne dass man seinen Gesprächspartnern vorher mitteilen muss, wo man sich gerade befindet.
  • 12,5 kHz breite Kanäle wie im Amateurfunk allgemein üblich (TETRA verwendet mindestens 25 kHz breite Kanäle, unterstützt dafür allerdings auch 4 Zeitschlitze).
  • Im Betrieb über Relaisfunkstellen wird sofort angezeigt, ob man vom Relais gehört wird. Man ruft somit nicht vergeblich wenn man außer Reichweite ist.

Nachteile von DMR (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

  • Da die Geräte für die Verwendung im Firmenumfeld konstruiert wurden, in dem die Nutzer normalerweise keine speziell ausgebildeten Funker sind, bieten die Geräte im Menü nur Funktionen, die weitestgehend „idiotensicher“ sind. So ist man im Normalfall auf die vorprogrammierten Speicherkanäle beschränkt und kann nicht mal eben ohne weiteres auf eine neue Frequenz schalten oder das Gerät grundlegend umkonfigurieren, was es mit Amateurfunkgeräten kein Problem ist. Die neuesten Firmware-Versionen mildern dieses Problem ab, in dem sie immer mehr Funktionen auch direkt zugreifbar machen.
  • Neue Geräte müssen zunächst am PC vorkonfiguriert werden. Während Programmierkabel und -software bei Amateurfunkgeräten ein optionaler Luxus sind, führt bei Betriebsfunkgeräten kein Weg dran vorbei.

Codeplug

Jedes DMR-Funkgerät benötigt zum Funktionieren zwingend einen sogenannten Codeplug.

Der Begriff stammt aus einer Zeit, in der Betriebsfunkgeräte mit einem speziellen Kodier-Stecker konfiguriert wurden, der durch Kontaktbrücken, Widerstände oder Quarze das Gerät auf bestimmte Frequenzen und Verhaltensweisen festlegte, so dass auch Laien nichts falsch machen konnten und keine Gefahr bestand, dass jemand versehentlich ausserhalb der erlaubten Frequenzen sendete.

In der heutigen Zeit ist ein Codeplug eine Konfigurationsdatei, welche am PC erstellt/bearbeitet und anschließend über ein Datenkabel in das Funkgerät geladen wird.

Der Codeplug enthält z.B.:

  • Die Namen und Frequenzen der erlaubten Kanäle sowie deren Attribute wie Kanaltyp (analog oder digital), CTCSS-Einstellungen, Selektivruf-Verfahren und Codes, Relaisablagen, Sendeleistung, Zeitschlitz, …
  • Kontaktliste um wichtige Verbindungen schnell herstellen zu können und die DMR-IDs in Klartextnamen zu übersetzen.
  • Belegung von Funktionstasten
  • Gruppenzugehörigkeiten

Zeitschlitze

DMR teilt alle Funkkanäle in zwei Zeitschlitze auf, so dass zwei Funkgeräte abwechselnd auf der gleichen Frequenz senden können, ohne sich gegenseitig zu stören. Ein realer Funkkanal wird dadurch in zwei virtuelle Unterkanäle geteilt, welche vollkommen unabhängig voneinander von unterschiedlichen Nutzern für unterschiedliche Zwecke verwendet werden können.

IDs, Kontaktliste und Favoriten

Alle Benutzer (bzw. ihre Funkgeräte) haben eine numerische Benutzer-ID. Über die Benutzer-IDs ist ersichtlich, wer der Absender und wer der Empfänger eines Funkspruchs oder einer Textnachricht ist.

Da sich Zahlen jedoch nur sehr schlecht merken lassen, enthält das Funkgerät eine Datenbank mit allen belegten IDs und den zugehörigen Namen im Klartext. Bei ankommenden Funksprüchen wird der Name in der Kontaktliste nachgeschlagen und der Name im Display angezeigt. Nur Absender, die dem Funkgerät nicht bekannt sind (z.B. weil die Datenbank veraltet ist), werden numerisch angezeigt.

Die Kontaktliste enthält also eine möglichst vollständige Liste aller Benutzer und entspricht damit eher einem Telefonbuch als einer persönlichen Adressliste. Um trotzdem auch die Benutzer, mit denen man häufig Kontakt hat, schnell wiederzufinden, unterstützten viele Funkgeräte auch noch Favoritenlisten, in denen man sich eine individuelle Auswahl als persönliches Schnellwahl-Adressbuch zusammenstellen kann.

Talkgroups

Talkgroups (Sprechgruppen) sind virtuelle Kanäle, auf denen Gruppen von Nutzern miteinander kommunizieren können. Es ist z.B. möglich, Gruppen für Benutzer eines Ortes/Landes, einer Sprache oder auch für bestimmte Interessen anzulegen. Im Betriebsfunk werden z.B. Arbeitsgruppen/Teams/Abteilungen oder Filialen/Standorte in Gruppen gebündelt. Nutzer können dabei auch in mehreren Gruppen gleichzeitig Mitglied sein.

Die Talkgroups sind dabei im Unterschied zu den physikalischen Frequenzkanälen und Zeitschlitzen logische Kanäle, die alleine durch die Software der Funkgeräte gebildet werden und nicht notwendigerweise eine direkte physikalische Entsprechung (z.B. einen bestimmten Zeitschlitz auf einer bestimmten Frequenz) haben müssen. So kann es deutlich mehr Talkgroups geben als Frequenzkanal-Zeitschlitz-Kombinationen vorhanden sind. Jede Talkgroup verfügt über eine ID, mit der Funksprüche einer bestimmten Talkgroup zugeordnet werden können.

Technisch verbirgt sich hinter jeder Talkgroup ein Konferenz-Server, zu dem die Repeater alle Sprachbeiträge an die jeweilige Talkgroup durchstellen. Jeder Talkgroup ist eine Priorität zugeordnet über die bestimmt wird, was übertragen wird, wenn auf zu vielen Talkgroups gleichzeitig gesprochen wird und nicht genügend Übertragungswege vorhanden sind, um alle Gespräche gleichzeitig zu senden. Die Webseite von DB0DS enthält eine Grafik mit den momentan eingerichteten Talkgroups und ihren Prioritäten.

Funkgeräteseitig gibt es zwei für die Sprechgruppen relevanten Einstellungen:

  • Beim Senden muss ein Empfänger der Nachricht festgelegt werden. Der Empfänger kann dabei sowohl die ID eines anderen normalen Benutzers (privates Gespräch) als auch die ID einer Talkgroup (Gruppengespräch) sein. Dementsprechend werden die IDs der Sprechgruppen genauso wie die normalen Kontakte in der Kontaktliste abgelegt. Da aus der numerischen ID nicht hervorgeht, ob ein Benutzer oder eine Gruppe gemeint ist (es könnte sowohl den Benutzer „8“ als auch die Talkgroup „8“ geben) kann in der Kontaktliste auch der Typ des Kontaktes festgelegt werden.
  • Die Rx-List ist eine Liste der Sprechgruppen, welche das Funkgerät über den Lautsprecher wiedergeben soll. Alle Talkgroups, die nicht in dieser Liste stehen, sind stummgeschaltet. Im Funkgerät können mehrere Rx-Listen angelegt werden, so dass man je nach Situation unterschiedliche Sprechgruppen „abonieren“ kann.

Kanäle (Channels)

DMR-Funkgeräte verwalten ihre Frequenzeinstellungen in den sogenannten Channels. Sie entsprechen weitestgehend dem, was man auch als Speicherkanäle von analogen Funkgeräten kennt. Ein Channel umfasst dabei eine Sende- und Empfangsfrequenz sowie zugehörige Einstellungen, z.B. für analoge CTCSS-Töne, Scan-Listen und dergleichen.

Zu den Einstellungen gehört auch die Talkgroup-Konfiguration (Empfänger-ID und zu verwendende Rx-Liste), so dass es durchaus sinnvoll sein kann, sich die gleiche Frequenz mehrfach in unterschiedlichen Channeln mit jeweils anderer Talkgroup abzuspeichern. In diesem Fall muss man sich nicht extra durchs Menü hangeln um die Talkgroup zu wechseln sondern schaltet einfach mit den normalen Kanalwahltasten um.

Zonen

Zonen sind eine Art „Ordner“ um mehrere Kanäle unter einem gemeinsamen Namen zu bündeln. Da die Kanallisten ziemlich lang werden können, kann man sich so z.B. verschiedene Kanäle gruppieren, die man häufig gemeinsam braucht. Z.B. eine Zone für analoge Relais, eine Zone für digitale oder auch eine Zone für alle Relais einer Stadt. Die Kanaltasten schalten den Kanal immer innerhalb der gerade aktiven Zone um, so dass man die Kanäle, die gerade wichtig sind, immer schnell griffbereit hat.

Color-Codes

DMR ist eine sehr tolerante Betriebsart, die sowohl unterschiedliche DMR-Netze als auch analoge Nutzer auf der gleichen Frequenz erlaubt, wobei selbstverständlich immer nur einer zur Zeit senden darf. Jedes DMR-Netz kann dann seinen eigenen Color-Code („Farbcode“) bekommen, so dass bei jeder Aussendung klar ist, welches Netz gerade angesprochen werden soll.

Wenn es nur ein Netz auf der Frequenz gibt, wird oft einfach Color-Code 1 verwendet, dieser ist aber ansich frei wählbar.

Modulationsverfahren

DMR verwendet das 4-FSK-Verfahren, bei dem 2 Bits in einem einzigen Schritt übertragen werden können.

FSK (Frequency Shift Keying) bedeutet Frequenzumtastung und ist die digitale Version der Frequenzmodulation.

Beim klassischen FSK (2-FSK) wird immer eine von zwei möglichen Frequenzen auf den Sender geschaltet, je nach dem ob eine binäre 1 oder 0 übertragen werden soll. Dieses Verfahren wird als AFSK z.B. bei APRS und Packet Radio verwendet.

Die 4-FSK erweitert das Verfahren auf vier Frequenzen: Soll eine binäre 00 übertragen werden, wird die erste Frequenz verwendet. Bei einer binären 01, die zweite, bei einer 10 die dritte und bei einer 11 die vierte Frequenz.

DMR verwendet die Frequenzen +0,648 kHz, +1,944 kHz, -0,648 kHz und -1,944 kHz bezogen auf die Mittenfrequenz des jeweiligen Kanals.

DMR im Amateurfunk

Im Amateurfunk gibt es zur Zeit zwei DMR-Netze:

  • Das eine Netz basiert auf der MOTOTRBO-Technik des Herstellers Motorola,
  • das andere auf Technik des Konkurrenten Hytera.

Beide Netze verwenden den DMR-Standard, so dass Funkgeräte in beiden Netzen funktionieren. Die Netze unterscheiden sich jedoch in Details wie dem Austausch von GPS-Daten und Kurzmitteilungen sowie den Netzwerkschnittstellen und Protokollen, über die die Repeater untereinander kommunizieren.

Analogien

Dieser Abschnitt erklärt die wichtigsten Begriffe noch mal anhand ihrer Ensprechungen in der analogen Welt. Wie alle Vergleiche, hinken auch diese. Aber ich hoffe, sie helfen trotzdem, die Begriffe leichter zu unterscheiden.

Begriff aus der Digital-Welt: Ungefähre Entsprechung im Analogfunk:
Zeitschlitz (Time Slot) Der Zeitschlitz ist grob mit der Antennenpolarisation vergleichbar: So wie man die selbe Frequenz gleichzeitig mit horizontaler und vertikaler Polarisation nutzen kann, erlauben die Zeitschlitze parallele QSOs auf der selben Frequenz, ohne dass es zu Konflikten kommt. Im Gegensatz zu Polarisationsebenen sind Zeitschlitze (bis zu einer maximalen Entfernung von der Gegenstation) völlig frei von Übersprechen.
Sprechgruppe (Talk Group) Entspricht ungefähr den CTCSS-Codes des Analogfunks. Über Sprechgruppen kann man jeder Nachricht eine Information mitgeben, für welche Hörer auf der Frequenz die Nachricht relevant ist. So hört jeder nur die Nachrichten, die ihn/sie interessieren.

Wenn in einer Sprechgruppe gesprochen wird, ist die Frequenz im jeweiligen Zeitschlitz auch für alle anderen Sprechgruppen belegt.

Während analoge Funkgeräte normalerweise nur einen CTCSS-Code auswerten können, können DMR-Geräte auch nach mehreren Sprechgruppen gleichzeitig lauschen.

Kanäle Kanäle entsprechen weitestgehend den Speicherkanälen in analogen Funkgeräten: Sie sind jeweils ein Speicherplatz, der eine Empfangsfrequenz zusammen mit einer Sendefrequenz und weiteren Einstellungen wie Zeitschlitz und Sprechgruppe unter einem sprechenden Namen ablegt, damit man die Einstellungen schnell wiederfinden und abrufen kann.
Zonen Zonen entsprechen Speicherbänken, d.h. sie gruppieren mehrere Kanäle unter einem gemeinsamen Namen. Die Bedeutung dieser Gruppen liegt ganz beim Nutzer, so kann eine Zone z.B. die Relais einer Stadt enthalten oder zur Trennung zwischen analogen und digitalen Kanälen dienen. Wer jeden Tag wiederkehrend auf anderen Kanälen spricht, kann sich auch eine Zone für jeden Wochentag anlegen.

Ein Kanal darf dabei auch in mehreren Zonen enthalten sein.

Farbkodierung (Color Code) Der Color Code gibt die Farbe der „Briefumschläge“ (oder Brieftauben?) an, in denen die DMR-Daten durch die Luft verschickt werden. Da jedes DMR-System nur Pakete in seiner eigenen „Farbe“ aussendet und auswertet (alle anderen Farben werden ignoriert), kann man mit dem Color Code z.B. dafür sorgen, dass bei Relais auf der selben Frequenz bei Überreichweiten immer noch klar bleibt, welches Relais gemeint ist.

 




 

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11.01.2014 – Freenet-Funk

  •  Freenet 1: 149,0250 MHz
  •  Freenet 2: 149,0375 MHz
  •  Freenet 3: 149,0500 MHz
  •  Freenet 4: 149,0875 MHz
  •  Freenet 5: 149,1000 MHz
  •  Freenet 6: 149,1125 MHz

Freenet ist ein Produktname der Firma Motorola und bezeichnet eine Jedermannfunkanwendung, die im Jahre 1996 auf Drängen der Firma Motorola in einem Teilbereich der freigewordenen Frequenzen des ehemaligen Mobilfunk-B-Netzes eingerichtet wurde.

Für das Freenet waren ursprünglich nur drei Kanäle im 12,5 kHz Raster freigegeben. Im Januar 2007 wurde der Frequenzbereich um weitere drei Kanäle erweitert.

Zugelassen sind ausschließlich Handfunkgeräte, wobei eine Strahlungsleistung von 500 mW ERP nicht überschritten werden darf. Der Passus, dass nur Geräte mit fest installierter Antenne benutzt werden dürfen, ist in der Vfg 1 / 2007 ersatzlos entfallen. Eine realistische Reichweite von 500 m bis 1 km ist damit zu erreichen. Signaldämpfungen durch Hindernisse (Häuser, Bäume usw.) sind nicht so hoch wie bei den auf höheren Frequenzen angesiedelten Jedermannfunkanwendungen SRD und PMR446.

Zielgruppe von Freenet sind vor allem semiprofessionelle Nutzer. Der relativ hohe Gerätepreis hat Privatnutzer größtenteils von dieser Funkanwendung ferngehalten. Es hat sich der Einsatz von modifizierten Amateurfunkgeräten etabliert, die gegen die Zulassungsbeschränkungen des Freenet verstoßen und damit Messeinsätze der Bundesnetzagentur nach sich ziehen können, falls Störungen verursacht werden. Daher wird die Verwendung von echten Freenet-Geräten empfohlen.

Um sich Neubelegungen des Frequenzbandes offen zu halten, hatte die Bundesnetzagentur die Nutzung ursprünglich bis Ende des Jahres 2005 befristet. Nach einer Verlängerung gilt die Frequenzzuteilung für Freenet jetzt bis zum 31. Dezember 2015.

Seit neustem ist es möglich, über HF-Gateways weite Distanzen via Internet zu überbrücken. Hier wird ein Programm (z. B. eQSO oder FRN) eingerichtet, welches die empfangenen Audiosignale vom CB-Funk-, PMR-, Freenet oder SRD-Funkgerät ins Internet überträgt und an einem anderen Ort über ein CB-Funk-, PMR-, Freenet- oder SRD-Funkgerät wieder aussendet (siehe auch VoIP).

Freenet ist eine nationale Funkanwendung, die nur in Deutschland zugelassen ist. Ausländische Telekommunikationsverwaltungen erteilen i.d.R. keine Erlaubnis für die Benutzung von Freenet-Geräten, weil die Frequenzen dort oft für andere Funkanwendungen vergeben sind. Für Funkbetrieb im Ausland empfiehlt sich PMR-Funk, dessen Nutzung europaweit harmonisiert ist.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Freenet_%28Funkanwendung%29

11.01.2014 – PMR-Funk

  • 446,006 25 MHz – Kanal 01
  • 446,018 75 MHz – Kanal 02
  • 446,031 25 MHz – Kanal 03
  • 446,043 75 MHz – Kanal 04
  • 446,056 25 MHz – Kanal 05
  • 446,068 75 MHz – Kanal 06
  • 446,081 25 MHz – Kanal 07
  • 446,093 75 MHz – Kanal 08

140111pmrPMR-Funk (kurz für Private Mobile Radio), auch als PMR 446 bezeichnet, ist eine relativ neue Jedermannfunkanwendung, der der UHF-Frequenzbereich 446,000–446,100 MHz zugeteilt ist.
Der Frequenzbereich ist in 8 Kanäle im 12,5-kHz-Raster unterteilt. Um das zur Verfügung stehende Frequenzspektrum von 446,0 bis 446,1 MHz möglichst effektiv nutzen zu können, wurde dieses Raster gegenüber der normalen Anordnung (bei der ein Kanal die Frequenz 446,0 MHz erhalten hätte) um 6,25 kHz (also eine halbe Kanalbreite) verschoben.

Alle Frequenzen zwischen 446,000 und 446,100 haben den Kanalraster von 6,25 kHz, die Frequenzen 446,100 bis 446,2000 (DMR446) haben im analogen Bereich den Kanalraster von 12,5 und im digitalen Bereich von 6,25 kHz.

Zusätzlich zu diesen acht Kanälen können durch die Verwendung von Pilottonverfahren Benutzergruppen gebildet werden, die sich gegenseitig seltener stören. Im Allgemeinen werden dafür CTCSS (Continuous Tone Coded Subaudio Squelch oder Continuous Tone Coded Squelch System), ein analoges Verfahren, oder die digitale Rauschsperre Digital-Coded Squelch (DCS) eingesetzt. ..

Die Geräte dürfen in Deutschland eine Sendeleistung von bis zu 500 mW (ERP) aufweisen, was bei sehr guten Bedingungen eine Reichweite von ca. 5 km ermöglicht.

Die maximale Reichweite eines PMR-Gerätes hängt stark von der Umgebung ab. Unter optimalen Bedingungen kann man bis zu 10 km überbrücken (z. B. zwischen zwei Berggipfeln). In stark verbauten Gebieten kommt man oft nicht einmal einen Kilometer weit. In Wäldern liegt die Reichweite meist zwischen 2 und 3 Kilometern. Die meisten Handgeräte (vor allem aus dem unteren Preissegment) schaffen in bebauten Gebieten nur knapp 200 m.

Seit dem Jahr 2006 stehen oberhalb derer von PMR446 zusätzliche Frequenzen zur Verfügung, auf denen digitale Sprachübertragung unter den gleichen Nutzungsbedingungen wie für PMR446 vorgeschrieben ist. Die Reichweite dieses digitalen Jedermannfunks kann bei gleicher Sendeleistung unter bestimmten Bedingungen von der analogen Variante abweichen.

Seit neuestem ist es möglich, über HF-Gateways weite Distanzen via Internet zu überbrücken. Dafür wird ein Programm (z. B. eQSO, FRN oder TeamSpeak) eingerichtet, das die empfangenen Audiosignale vom CB-Funk-, PMR-, Freenet- oder LPD-/SRD-Funkgerät ins Internet überträgt und an einem anderen Ort über ein CB-Funk-, PMR-, Freenet- oder LPD/SRD-Funkgerät wieder einspeist.

Im Gegensatz zu SRD ist der Betrieb von PMR in den meisten europäischen Ländern gestattet. In Deutschland ist die Frequenzzuteilung PMR-446 bis zum 31. Dezember 2022 befristet.

Jedermannfunk im Ausland: Frequenzbereiche für Jedermann-Funkanwendungen sind oft nur national oder europaweit einheitlich vergeben. Wer seine Geräte im Ausland nutzen möchte, sollte sich vorher informieren, ob man die Geräte bzw. Frequenzen dort auch für Jedermann-Funkanwendungen (PMR) benutzen darf. Umgekehrt gilt das gleiche für im Ausland (im Urlaub, im Internet) gekaufte PMR-Geräte, die in Deutschland zum Teil nicht zugelassen sind und nicht betrieben werden dürfen, da sie andere Frequenzen benutzen. Infos über die in Deutschland erlaubten Frequenzbereiche erhält man bei der Bundesnetzagentur (BNetzA). ..

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/PMR-Funk

27.12.2013 – Farbenfroh ins neue (Funk)Jahr?

Es gibt Dinge, die machen einen nervøøs. 🙂 Wurden im Jahr 2013 schon ein paar tolle Sachen auf den Markt geworfen, legt sich 2014 schon vorab ins Zeug, die Welt mit noch durchgeknallteren Farboffensiven optisch zu beschallen. Hier nun die neueste Augenfalle aus dem Hause 409 – ob ich den Klickfinger stillhalten kann:

http://www.409shop.com/409shop_product.php?id=118159

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18.07.2013 – reblogged: What’s the best Chinese dual-band HT?

funkfreunde, kauft euch was in china. guenstig und gut. und die auswahl von hans kann ich insofern unterstuetzen, als das ich bereits 3\4 der genannten geræte selbst habe\hatte. 🙂

Ham Radio Blog PD0AC

This simple question is asked a lot. The answer isn’t that simple. Most radios I reviewed had something they were really good at, but producing a radio which ticks all the right boxes is not easy. What is important to you? Anything you want me to add?

Best battery life

  1. Quansheng TG-UV2. Keeps on going. Battery is rated 2000 mAh @ 7.4V.
  2. Baofeng UV-5R. Rated at 1800 mAh @7.4V and a real stayer.
  3. iRadio UV-588. Also 1800 mAH @ 7.4V and almost equal to the Baofeng UV-5R.

Best receiver

  1. Wouxun KG-UVD1P/2P/6P. Good front ends, no intermod.
  2. Quansheng TG-UV2. Could as well share the #1 spot, difficult to decide.
  3. Baofeng UV-B5 / UV-B6. A notch below the #1 and #2, but only just.

Best TX Audio

  1. Baofeng UV-3R. One of the few things this radio is good at. Loud, bright, and everybody loves it.
  2. Baofeng UV-B5 / UV-B6. On par with…

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06.07.2013 – Baofeng UV-B5

130706_uv-b5Die Ära der gelben Funkgeräte geht zu Ende. Das Programmieren am PC geht ohne vorherigen Treibermarathon und ohne ComPort-Bingo. Optisch ausreichend und für meine Zwecke wirklich funktionell mit einem sehr guten Empfänger ausgestattet. etwa 40€ beim 409Shop:

1307062 1307063 1307064 1307067 130706_uv-b5

 

NACHTRAG (09.07.2013) : Der Empfænger ist wesentlich besser als der meiner Baofeng UV-5R; Zu merken an den Bussen im Kieler Stadtgebiet, welche ich nun, neben der Zentrale, ebenfalls høren kann, sowie der Funkstelle Kiel-Kanal 3, die nun pløtzlich wieder durchkommt. Klasse! 🙂
Kleiner Nachteil: Das Geræt überwacht nicht beide im Display angezeigten Frequenzen gleichzeitig. Das muss im Menù unter Punkt 10: TDR (Dual Watch) eingestellt werden. Nun scannt es quasi beide eingestellten Kanæle.

15.06.2013 – Nagoya NA-771

Auch wenn man den mit blauer Schrift versehenen Nagoyas nachsagt, sie seien nur eine Kopie, so ist der Preis dennoch unschlagbar. Apropos schlagen: Man nennt sie auch Frauenpeitsche. Hab grad mal drei geordert. 🙂

http://www.ebay.de/itm/NAGOYA-NA-771-SF-SMA-antenna-Wouxun-KG-UVD1-KGUVD1P-PX-888K-KG-699-Baofeng-UV-5R-/221050443715

130615nagoya771

31.01.2013 – MYT-Q1

130130_px-325u  vor gut einem halben jahr fragte ich an zwei stellen in hongkong an, ob das geræt PUXING PX-325, welches ganz gut aussieht, den kanalabstand 6.25KHz bedienen kann: NOT SURE war die einhellige antwort. in einem deutschen forum bekam ich im herbst zufællig die antwort, dass es sehrwohl geht (danke, walter!). und einige tage spæter sah ich das baugleiche geræt in wilden kinderzimmerfarben. es ist ja nicht so, dass ich kein funkgeræt habe – aber in neongryn!? leider geil! 😎
nun war es anfang januar soweit, es wurde bestellt. wie gewohnt beim 409 shop. knapp 34€ kostet der spass, inklusive versand.

130130_MYT-Q1-edie chinesischen 2 wochen neujahrsfestferien im januar musste ich mit abwarten und gestern mittag war es da! einige funktionen sind anders benannt als in æhnlichen geræten etwa von wouxun oder baofeng, aber im grunde ist alles irgendwie gleich. die software gibts beim hersteller http://www.myt123.com/en/ und vorab hatte ich schon benøtigten frequenzen gespeichert. also nur ans kabel, transferieren und feddich. aber *rschlecken! kein kontakt zum geræt. es folgt das ybliche procedere; software neuaufdudeln (gabs ein update? nø.), commports ændern, kabel raus\rein, kabeltreiberversionen ændern, pc neustarten – alles øfter als mehrfach. nix. als DAU hab ich aber eine sache ausgelassen: das kabel mit aller kraft noch nen millimeter weiter rein ins funkgeræt zu drycken. zack, da lud es sich mit den daten voll. aargh: gepflegte vier stunden kasperletheater fyr ebenso NIX!
hmpf. 😐

nun denn, es funzt. 6.25KHz macht es, CTCSS auch, ein ein- und abschaltklickreissen (mit dem man leben kann\muss) hats auch, sauberer empfangsklang und die SMD-LEDs leuchten fies durchs gehæuse; es sieht einfach abgefahren aus:

130130_MYT-Q1-aoriginalverpackt.

130130_MYT-Q1-bda schreits einem schon entgegen!

130130_MYT-Q1-cdie blendgranate in aktion; andere antenne und batterie-eliminator (betrieb am netzteil) dran.

130130_MYT-Q1-dgruppenbild mit hansti. 🙂  ein reichweitentest folgt im sommer.

14.07.2012 – puxing px-2r


die HIER kurz vorgestellte nahverkehrssprechkanone wurde aufgrund sehr lauten an- und abschaltknackens wieder zurueckgesandt:


in hongkong wurde ein baugleiches geræt beschafft, dass  Lies den Rest dieses Beitrags

05.01.2012 – mikrofonumbau leicht gemacht (?)


(toby)
ab zum zoll, die beiden dort aufgelaufenen mikrofone ausløsen und heimwærts zum umbau. so die planung. zuerst ging’s in die klinik, zur vorabblutabnahme fuer die morgige infusion, dann zum zoll und weiter zum dænischen bettenlager zwecks matratzenkaufs, da meine bisherige nach nur ca 4 jahren die grætsche machte.

klinik fertig, ab zum zoll und beim aussteigen feststellen, die papiere zuhause vergessen zu haben. also wieder heim, diese abholen und wieder runter zum hauptzollamt am ZOB.  dort musste nix bezahlt werden, da preislich unter der erhebungsgrenze.anschliessend gab’s im o.g. geschæft noch ne neue matratze. jau.  nich zu teuer, aber auch kein ’schnapper‘. nun aber nach hause und auspacken.

morgens brachte die post noch zwei antennen mit BNC-anschluss; die funktionieren prima. eine mit starrem teleskopstrahler und eine recht flexible, beide je etwa 40cm lang:

weiter geht’s mit den mics. schøn vorichtig auspacken, damit die bunten briefmaken nicht kaputt gehen:

mega409shop hat scheinbar jeder sendung einen zweifarbkugelschreiber beigelegt – ich hab nun mittlerweile vier stueck.  😉

nu aber los:  mein schwarzes baofeng-mikrofon soll ein gelbes gehaeuse erhalten. eigentlich bieten die funkfreunde in china ja alles, aber das nun eben  nicht. da muss ein offensichtlich baugleiches modell herhalten. ganz praktisch ist die møgliche weiternutzung des dann umgebauten, schwarzen mics, da ich das dazu passende funkgeræt ja auch in meinem besitz habe.

erstes, schwarzes mic aufgeschraubt und – oh – viel elektronik drin! jetzt das gelbe øffnen und – huch – wenig bis keine elektronik drin. dafuer heissverklebte mikrofonkapsel und viele abstandhalter und etwas anders angesteuerter mikrofonschalter (PTT).

machbar sicher, doch nicht fuer mich mit meiner eingeschrænkten motorik in den hænden. also alles wieder zu, das schwarze weiterhin an der baofeng nutzen und dafuer die quansheng mit einem farbtupfer versehen. das rote bleibt als reservemikrofon.  finanziell nun kein untergang, aber dennoch irgendwie schade. allen bastlern sei hiermit nochmal gesagt: nicht alles ist so einfach und simpel gebaut, in china! 🙂

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