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10.10.2012 – neues zuhause: „ostseemuschel“

einen 1100h-termin in einem seniorenpflegeheim habe ich zugunsten eines bevorzugten ankuckbesuchs in der ostseemuschel gestern abgesagt uns so waren wir, mit mama+papa, um 1100h heute vormittag dort.

die leiterin, frau schirmer, begruesste uns herzlichst, unmittelbar dabei wurde uns der pflegedienstleiter, herr vollmer, vorgetellt und nach kurzem beschnuppern wurde ich durch den tagespflegebereich geschoben, konnte in die grosse kueche schauen, in der selbst gekocht wird und danach gings hinaus zu dem freien appartement.

ein flacher bau mit ca 5 wohneinheiten, bestehend aus je einem wohn-schlaf-raum mit kleinem rollitauglichem duschbad. die einrichtung mit pflegebett, schrank, sessel, tisch und kommode ist austauschbar, so das sich jeder bewohner individuell einrichten darf, wenn er denn mag und kann. terrasse mit streuobstwiese, blick auf felder und pferdehof.

angeboten wird eine nahezu rundumversorgung. sehr guter und gepfleger eindruck der gebæude und anlage, nette leute in pflege und verwaltung, unsere familienhausærztin betreut dort die bewohner und hat das haus mit aus der taufe gehoben, und das (probe)essen mit kohlrabi, kartoffeln und bratwurst war sehr lecker – kurzum, das nehm ich. einzug zu anfang dezember, dann ist die wohnung frisch gestrichen und ich kann mit meinen møbeln anreisen.

mit einer mittlerweile doch erforderlichen pflegestufe 2 hætte ich sogar noch ein taschengeld, von dem mir nach etwas  sparen mal einen neuen pc oder æhnliches kaufen kønnte.  das organisatorische mit umzug ist ueberschaubar, so viel dinge hab ich ja nicht mehr. das finanzielle ist machbar und alle freuen sich ueber die doch seehr schnelle und unerwartete wandlung zu einer dauerhaften løsung. die einrichtung liegt in neuschønberg, auf halber strecke zwischen schønberg und schønberger strand: http://www.ostseemuschel-pflege.de

meinen gemuetszustand beschreibe ich mal als wieder etwas beruhigt und abgelenkt, ob der neuen herausforderung, bzw des neuen lebensabschnitts, zu dem es so viel zu koordinieren geben wird. 🙂 lt www besteht dort zugriff auf eine 6000er-dsl-leitung…

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08.10.2012 – telefonieren

ich bin nun seit 1o3oh am telefon und habe unzæhlige viele einige pflegeheime abtelefoniert. mehrfach war ich doppelt verbunden, da sich ein- und dieselbe einrichtung unter mehreren namen befindet. die meisten pflegeheime rieten mir sehr nett in meinem alter (45) von der unterbringung in einem klassischen altersheim ab, da deren bewohner oftmals doppelt so alt seien und unter demenz leiden.

sehr hilfreich war heute ein telefonat mit der DMSG in kiel, bei der ich doch auf betreutes wohnen gebracht wurde. mit allen møglichen nøtigen pflegehilfen und dem essen auf rædern, kønnte ich doch ein relativ eigenstændiges leben fuehren und hætte neben den mietkosten noch etwas mehr zur verfuegung, als die 100€ taschengeld in einem pflegeheim. die absolute endrechnung kann natuerlich ich erst im (persønlichen) gespræch mit der einrichtung checken.

zwei besichtigungs- bzw vorstellungstermine sind fuer mittwoch verabredet (DRK-seniore-\pflegeheim und AWO-servicehaus), ein telefonat muss ich noch fuehren und zwei anrufe erwarte ich noch. die møglichkeiten einer altersgerechten unterbringung bestehen durchaus und sind von mir auch erwuenscht, denn 80+, das mag ich nichtmal meinen eltern zutrauen… 😐

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07.10.2012 – denken und essen

ulrike m. aus k. hat mir das erste und massiv aufbauende gespræch der neuen situation geschenkt. danach grasi aus p., der noch weiter aufbaute. es tut gut, ueber anderes zu sprechen\blødeln und auch eine automobile teilweise haushaltsaufløsung verbal zu betreiben. danke euch zwei und auch danke an die vielen anderen leser, die hier mitfiebernleiden.

die grosse heulende starre ist fuers erste durch und anke hat mir eben zwei sandwiches geschmiert. die erste, feste nahrung seit gestern mittag. und ja, wir kommunizieren sachlich und ich habe keine pistole auf der brust. ich hab aber ein paar wochen zeit zum auszug, wenns sein muss ich nix so schnell finde, was doof wære, denn mein seelenheil freut sich egtl auf eine verbesserung der lage.

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07.10.2012 – heulen und denken

ich fuehl mich wie ausgekotzt. und ich fuehle mich auch etwas unsicher dabei, diese sache im www zu verarbeiten („sowas macht man doch nicht!“). aber ich seh irgendwie keine andere løsung – immerhin spielt sich nahezu mein gesamter freundeskreis im internet ab. nicht, dass ich darueber traurig bin, aber es ist dennoch ein vøllig anderer\neuer vorgang fuer mich. ob das schædlich oder von vorteil ist, kann wohl niemand abschætzen.

jedenfalls ist mir zum heulen heule ich mich durch den tag. wæhrend anke das ganze momentan zumindest verbal abgehakt hat, wird mich das nicht so einfach in die tagesordnung uebergehen lassen. welche tagesordnung eigentlich? die meinige muss ja nun total neu geschrieben werden.

vorhin gegen 11oo  schaute meine pflegerin kerstin rein. normalerweise hilft sie mir beim aufstehen. nun war ich aber schon zwei stunden hoch und sie war sichtlich geschockt ueber meine lage (mit dicken, verheulten augen und anke æhnlich neben mir). ich fragte nach einer unterbringungsmøglichkeit nebenan im drk-heim und sie versprach, montag schonmal ihre chefin vorzuwarnen, zumindest kønne man mir dort hilfestellung leisten. sie verliess unsere wohnung mit abgewandtem gesicht und ich merkte, dass ihr die situation auch sehr nah ging.

ach wær doch schon montag; anke hat schon eine gewisse kaltschnæuzigkeit in stimme und ausdrucksweise – da ist der erste haken bereits gemacht.

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06.10.2012 – ende oder neuanfang?

wenn eine 12jaehrige beziehung zuende geht, dann kann das kein kleinkram sein. viele dinge gehen mir grad durch den kopf. da ist natürlich zum einen der verlust meiner partnerin anke, von der ich dachte, das beste gefunden zu haben, um bis zum lebensende glücklich sein zu können. diese erwartung beruht aber leider nicht auf gegenseitigkeit.

dann der nun unmittelbare prozess einer suche nach unterkunft. sicher auch nicht einfach, aber irgendwie muss das klappen, da das zusammenwohnen unter den o.g. umständen so nicht tragbar und keines falls sehr harmonisch verlaufen kann. und da koennte es finanziell hart werden, was ich aber noch ausloten muss. danke an die funkfreunde harald und ernst fuer die warmen worte und das erste kurze nachdenken – ein erstes telefonat aufgrund derer tips folgt montag. unnötig zu sagen, dass meine familie ebenso hinter mir steht, aber akut auch nicht viel aendern kann.

und letztendlich ist diese sache auch das ende meiner auto-mobilitæt, denn ein eigenes auto werde ich mir nicht wieder leisten können. damit fallen auch wohni und reisen weg, für die ich im kopf schon so viele pläne hatte.

es waren zwoelf jahre voller spass und erlebnisse, fuer die ich anke ganz grossen dank und anerkennung zollen muss. und ja, scheisse, es tut mir weh, ich fuehl mich abserviert und hoffe keinen schub zu kriegen.

ich werde natürlich weiterhin berichten, sobald es etwas neues gibt.