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13.03.2006

13.03.2006:

Heut morgen aufgewacht nach 5h Schlaf. Ich mußte mal. Linkes Bein raus aus dem Bett – zack, da war’s, das komisch-taube Gefühl. Schub. Mal überlegen. Schlaff auf den Beinen, seit 3 Tagen ist die linke Hand an den äußeren Fingern ein wenig taub. Ja, ich fürchte nen Schub. Also ab zum Doc. Der fragte eindringlich, ob ich mir dessen sicher bin? Ja, bin ich. – Am liebsten ins Spital nach Damp, intravenös, 5x1000mg. Nix da, den Film dreh ich nicht mit.
Tabletten, 4x250mg und dann ausschleichen. Ging beim letzten Schub im April auch. Da hatte ich zwar grad erst 3 Monate vorher in Damp gelegen, war also evtl. noch bedient vom Intravenösen, aber nen Versuch isses wert. Nun hab ich mir zuhause gleich die ersten 250mg reingetan und schon is die Stimme tuntig etwas hoch, mir ist warm und ich bin müde. Hoffentlich hilft’s so gut wie sonst auch…

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10.03.2006

10.03.2006:

Am Dienstag war Avonex-Injektion. Das nehme ich seit knapp 3 Jahren, um Schübe in Intensität und Häufigkeit zu reduzieren. Wie mein Krankheitsverlauf ohne das Avonex wäre, weiß ich nicht, aber mit 3 Schüben in 3 Jahren kann ich bis dato leben. Am Mittwoch war ich zum monatlichen Termin bei meinem Neurologen in Kiel, Dr. Godt: Er freut sich immer, mich zu sehen und sagt, daß ich sein MS-Patient mit der besten Psyche im Umgang mit der Krankheit bin. Tja, heulen bringt mich ja auch nicht weiter mit dem Mist. Da meine Beine arg von Spastik fest sind, gab er mir ein für mich neues Medikament mit auf den Weg: Baclofen. Eine Muskelrelaxanz. Am Mittag hab ich gleich eine genommen und wurde sofort krank. Grippeähnliche Symptome, wie vom Avonex, nur in diesem Fall ein wenig heftiger. 15mg soll ich am Tag nehmen, d.h. 3 halbe Pillen übern Tag verteilt. Zum Abend ging’s dann mit dem Grippeähnlichen wieder, nicht zuletzt dank dreistündigem Mittagsschlaf!

Was soll ich sagen: Die Spastik ist so gut wie weg, aber dafür bin ich sehr wackelig auf den Beinen. Mal sehen, wie das nach einer Woche aussieht. So wackelig ist das Gehen keine Freude: Draußen brauch ich beide Gehhilfen und es geht seeehr langsam – noch langsamer/unsicherer als sonst.

Dann war ich heut Mittag beim Sozialverband um meinen Schwerbehindertenausweis verlängern zu lassen. Der lief im November schon aus und ich hab’s nicht gemerkt. Dr.Godt meinte, daß mir auch das Merkzeichen aG für „außergewöhnliche Gehbehinderung“ stehen würde, doch nach Rücksprache mit dem Berater der SovD-Berater, Hr. Vogel, war mir klar, daß das aG doch etwas hochgegriffen zu sein scheint. Nun ja, eine anerkannte Gehbehinderung hab ich noch nicht, die würde aber sicher durchgehen. Nur eben außergewöhnlich, das ist’s bei mir (noch?) nicht. Mal sehen.

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02.01.2006

02.01.2006:

Wenn man nicht ständig am Ball bleibt, dann bekommt man nix mit. Nachrichten – dazu zwing ich mich einmal täglich mit Google-News. Nur, daß der 65jährige Rychard Pryor am 11.12.05 verstarb, das las ich eben erst. Vorgestern lief noch CAR WASH im TV und Anke wußte gar nicht, daß Pryor auch MS hat (hatte). Nun erlag der Komiker letzten Monat einem Herzinfarkt…

Von mir gibt’s derweil keine Veränderungen zu vermelden. Wären ja meist eh nur negativer Art gewesen. Bin schlecht zu Fuß, fühle mich mau bei diesem schei…äh…naßkalten Wetter.
Ich wünsche allen Lesern viel Spaß in diesem neuen Jahr; viel Kraft und Gesundheit!

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08.11.2005

08.11.2005:

Nichts Neues aus Dänemark. Nichts Neues bei der MS. Letzteres ist ja auch besser so. Naja, so ab und zu mal ein leichtes Kribbeln hier und da, Kältegefühle am, an sich warmen, Fuß, aber kein Schub. Ich geh nach wie vor mit einer Gehhilfe, weil mein Gleichgewichtssinn irgendwie nicht so will wie ich.
Auch leide ich an einer gewissen Schlaflosigkeit (diese Zeilen entstehen um 04:58h!). Hmmm, leiden kann man nicht grad sagen, aber es ist schon merkwürdig, wenn man Abends um 2300h zu Bett geht und um halb 4 dann eine Stunde wachliegt um dann endlich den PC anzuwerfen. Der Tag is dann gelaufen, denn er erfordert entweder ein Weiterschlafen von ca. 0900h bis 1500h, oder aber einen Mittagsschlaf von 1500h bis 1900h. Gerade nach Letzterem ist man dann Abends um 2300h sowas von hellwach, daß man dann nicht vor 4 Uhr morgens zu Bett geht und der Tagesrhythmus ist somit völlig aus dem Ruder.
Eigentlich kann mir das als Rentner, mit nix zu tun, ja völlig Latte sein, aber einige Termine wollen ja doch noch eingehalten werden: Dienstag und Freitag Krankengymnastik, Dienstag Spritze (am liebsten Nachmittags), heute früh ham sich die Handwerker von der Gemeinde angemeldet (gibt neue Wasserzähler), morgen Nachmittag werden Einspritzdüsen, Glühkerzen, Kw.-Thermostat am Benz gewechselt, Donnerstag (1x/Monat) Selbsthilfegruppe, mal nen Zahnarzttermin, Neurologe, die Apotheke liefert und so weiter…
Wenn man denn auch gerade vormittags wieder eingeschlafen ist, kann man sicher sein, durch nen netten Postmann {der ein Paket für die Nachbarn loswerden will (nehmen wir doch gern, grrrr)}, durch nicht lärmarme LKW-Motoren der hiesigen Müllabfuhr oder etwa durch randalierende Putzfrauen im Hausflur (Ja! Ich hör das, wenn Ihr mit dem Schrubber gegen das Geländer hämmert! Jedes Mal!!) aus dem Schlaf gerissen. Die Gefahr, durch lautes Parlieren der hauseigenen Seniorenfraktion, vor dem Fenster geweckt zu werden, ist zumindest jetzt im Herbst und Winter ob der kalten Witterung weitestgehend gebannt.

Hart is dat Leben anner Küste…

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21.08.2005

21.08.2005:

Am Donnerstag kam der lang erwartete (und gefürchtete) Rentenbescheid aus Luxemburg. Und, was soll ich sagen: Ich bin freudig bedient. Fast so hoch wie der Deutsche, hab ich nun die Möglichkeit wieder einen finanziell normalen Lebensstandard an den Tag zu legen! Mal sehen, was Dänemark noch so rausläßt! Das alles wird nun aber kein Grund sein, hier „auf dicke Hose“ zu machen.
Lebenshaltungskosten sind hoch, da freu ich mich über die kleinen Dinge im Leben, wie etwa das Tanken von Sojaöl für 61ct/Liter! Das war zwar vorerst nur eine einmalige Aktion, ist aber mit der Bereitstellung eines größeren Gefäßes sicher ausbaufähig! Hier im Norden der Republik ist der Sommer wieder zurückgekehrt und das macht mir bei schwüler Hitze das Gehen sehr schwer.
Die Gehhilfe wird gut genutzt!

– Naja, der PC ist ja auch Arbeit genug! ;-)

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26.06.2005

26.06.2005:

Noch keine Rentenbescheide aus Dänemark und Luxemburg. Beide Länder meldeten sich zwar bereits, Lux forderte die Bankverbindung an, aber DK wollte bisher nur eine Einkommenserklärung für die letzten 3 Jahre haben. Einen Antrag auf Grundsicherung oder auf Wohngeld habe ich nicht gestellt, denn dann müßte ich meine Lebensversicherungen auflösen und hätte damit meine gesamten Vorräte in die Luft geblasen.
Des weiteren würden die Behörden auch erst zahlen, wenn die Gelder aufgebraucht wären und selbst das dürfte nur im Rahmen erfolgen – verballern is also nich! Die Autos bleiben bis auf weiteres doch, um den Plymouth wärs aber auch ewig schade! Ankes Fiat ist verkauft und der Pflanzenöl-Benz frittet so lustig und sparsam durch die Welt. Der hat ein Automatikgetriebe und das schmeichelt meinem angeschlagenen linken Bein sehr. Da haben die zwei Schübe dieses Jahr nachhaltig Spuren hinterlassen.

Der CITTI-Großmarkt ist weit vorne in meiner Gunst, wenn es um Einkäufe geht, denn dort gibt es Elektro-Scooter (für Behinderte) zu leihen! Toll! Ansonsten bin ich oft(egtl.immer!) mit einer Gehhilfe/Krücke unterwegs, um meinen torkelnden Gang auszugleichen. Die Schwindelanfälle seit dem letzten Schub sind wieder verschwunden. Vielleicht wird der Gebrauch der Beine ja auch wieder mal ein wenig besser…

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08.05.2005

08.05.2005:

Auf den Tag genau 2 Jahre ist es her, daß ich den LKW ausräumte und den Arzt aufsuchte, um meine massiven Beschwerden checken zu lassen. Und dazu kam heute mit der Post ein Riesenumschlag mit meinem Rentenbescheid! Ich bin nun also bis auf weiteres Bezieher von Rente wegen voller Erwerbsminderung. Und die ist verdammt niedrig! Aber, so scheint es, sind die im Ausland gezahlten Leistungen (Luxemburg und Dänemark, dort hab ich auch Rentenbeiträge eingezahlt) noch nicht berechnet! Morgen früh werd ich mal gleich beim Sozialverband anrufen und mich nen Termin mit dem Rentenberater bemühen, um meine Fragen zu besprechen. Am Bescheid hintendran ist – aufgrund des niedrigen Betrages – ein Antrag auf Grundsicherung. Den werd ich nutzen müssen, um meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Und die Autos gehen weg. Nützt nix…

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29.04.2005

29.04.2005:

Gestern war ich nach 3 Tagen beim Arzt – wieder der linke Fuß, der sich nicht heben läßt! Und, wieder Kortison. Auf meine Bitte hin aber nur 250mg, das nehme ich über 4 Tage und schleiche dann aus, jeden Tag 25mg weniger. Warum so schnell schon wieder; ich vermute, daß liegt an der Halsentzündung, die mich Ostern so niederwarf. Nun schonen, ich bin zuhaus und das Kortison gibt’s oral. Gottseidank nich wieder ein nerviger Krankenhausaufenthalt. Alle Autoaktivitäten am Weekend wurden abgesagt und der Entschluß zum Verkauf der beiden Oldies steht auch so gut wie fest.

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16.04.2005

16.04.2005:

Vorgestern haben Anke und ich den Rollstuhl abgeholt, welcher in Zukunft meine Teilnahme an längeren Wegstrecken erlauben wird. Nur, der ist riesengroß! Auch zusammengeklappt paßt er nicht einfach so in den Fiat. Wir müssen die Rückbank schon umklappen, und dann paßt nicht mehr viel extra mit ins Auto. Wir werden das in der nächsten Zeit mal genau beobachten, und zur Not steht uns die Anschaffung eines größeren Wagens ins Haus. Dann aber alle anderen weg und nur ein stylischer Großer? Abwarten…

 

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07.04.2005

07.04.2005:

Heut zur Sozialmedizinischen Untersuchungsstelle der LVA in Flensburg gewesen. Anke hat mich hingefahren. Eine sehr nette Neurologin hat mich untersucht und ein laaanges Gespräch zu meinem Leben mit mir geführt. Die Entscheidung zur Rente trifft letztendlich die LVA in Lübeck, aber sie meinte heut, daß ich sooo ja wohl nichts mehr arbeiten könne.

Was für ne Nacht, kaum Schlaf, und heut bin ich gerädert wie Sau. Da halfen auch 1,5h Mtg-Schlaf nix mehr. Ich geh jetzt zu Bett(21.20h), morgen früh um 0900 is ja schon wieder Krankengymnastik. 9Uhr – wie konnte ich mich nur darauf einlassen, ich muß ja bekloppt sein!!!? Gute Nacht…