18.11.2013 – Rote-Hand-Brief zu Gilenya \\\ Zwei Todesfælle

nicht so schoen. 😦 beim næchsten neurologischen gespræch werde ich das mal mit dem herrn professor erørtern.

http://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/index.php?w3pid=news&kategorie=therapien&anr=4928

rote_handDie Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) warnt: Der Hersteller von Fingolimod informiert in einem Rote-Hand-Brief über zwei Fälle eines hämophagozytischen Syndroms (HPS) mit Todesfolge bei Patienten, die mit der Pille zur Therapie der hochaktiven schubförmigen Multiple Sklerose behandelt worden sind.

Das hämophagozytische Syndrom ist ein sehr seltenes und möglicherweise lebensbedrohliches Krankheitsbild, das im Zusammenhang mit Infektionen (primär oder durch Reaktivierung von Virusinfektionen, z. B. Epstein-Barr-Virus), malignen Erkrankungen (z. B. Lymphomen), Immundefiziterkrankungen und verschiedenen Autoimmunerkrankungen beschrieben wurde.
Der Name Hämophagozytose beschreibt ein wesentliches Merkmal der Erkrankung: das „Auffressen“ (Phagozytose) von Blutzellen (Hämo – vom Griechischen abgeleitet: Blut). Beim Hämophagozytosesyndrom (HLH) sind die Fresszellen des Abwehrsystems stark überaktiviert. Ihre Aufgabe ist eigentlich die Phagozytose von Infektionserregern und Zelltrümmern. Bei der HLH sind sie aber derart überaktiviert, dass sie beginnen, gesunde Blutzellen zu fressen und in Organe wie die Milz, die Leber und das zentrale Nervensystem einzuwandern und dort mit einer starken Entzündung mit Anschwellung der Organe und hohem Fieber führen.

Zwei Fälle eines hämophagozytischen Syndroms mit Todesfolge traten jetzt bei mit Fingolimod behandelten Patienten auf

Gilenya® (Fingolimod) ist seit März 2011 als krankheitsmodifizierende Monotherapie für Menschen mit hochaktiver schubförmiger Multipler Sklerose zugelassen, bei denen die Standardbehandlung mit Betainterferon nicht ausreichend wirkt oder bei denen die Krankheit besonders rasch und schwer verläuft.

Eine frühzeitige Diagnose des HPS ist entscheidend, um die Prognose durch einen frühzeitigen Behandlungsbeginn des HPS bzw. der zugrundeliegenden Erkrankung (z. B. Virusinfektion) zu verbessern. Folgende Symptome sind oft mit einem HPS assoziiert: Fieber, Schwächezustände, gleichzeitige Vergrößerung der Leber und der Milz, Abnahme der Blutzellen und Lymphknotenschwellung. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Ihren behandelnden Arzt.

Den vollständigen Rote-Hand-Brief mit weiteren Informationen finden sie auf der Homepage der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft unter www.adkae.de.

Klick: rote_hand_brief_fingolimod_november_2013

 

Veröffentlicht am 18. November 2013 in multiple sklerose und mit , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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