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multiple sklerose

14.02.2012 – cannabis bei MS legal?

(toby) zum oft erfragten und von mir mit gefæhrlichem halbwissen ueberlieferten gespræch ueber cannabis und MS, nun hier mal die aktuelle fassung, aus der PNP:

http://www.pnp.de/nachrichten/heute_in_ihrer_tageszeitung/politik/342404_Das-sagt-das-Gesetz.html

Das sagt das Gesetz

In Deutschland haben derzeit 62 Menschen eine gültige Ausnahmeerlaubnis, Cannabisblüten oder ein Cannabis-Extrakt für eine medizinisch betreute und begleitete Selbsttherapie zu erwerben. Rechtsgrundlage dafür ist der Paragraf 3, Absatz 2 des Betäubungsmittelgesetzes. Hier heißt es: Die Therapie schwerkranker Menschen liegt im Interesse der Allgemeinheit, was die Ausnahme rechtfertige.

  Möglich machte die medizinische Nutzung von Cannabis ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom Mai 2005. Seitdem haben 191 Patienten Anträge gestellt. Seit 2009 schließlich können zugelassene Patienten „Cannabis flos“, so der medizinische Name der Hanfblüten, legal in Apotheken erwerben.

 Zuständig ist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn. 35 Anträge sind laut Pressesprecher Maik Pommer gerade in Bearbeitung. Generell ist der „Verkehr mit Cannabis“, sprich Anbau, Einfuhr, Handel, Erwerb und Besitz, nach dem Betäubungsmittelgesetz in Deutschland strafbar. Das betrifft auch den Eigenanbau von Marihuana zur medizinischen Anwendung. Hintergrund für dieses Verbot ist, dass sich der Wirkstoffgehalt nicht kontrollieren lasse, begründet das Bundesministerium die Regelung unter Berufung auf ein Papier der Bundesregierung. Legale Ausnahmen sind der Anbau von Cannabis mit niedrigem Wirkstoffgehalt, also Industriehanf, und die Anwendung von Cannabis zu medizinischen Zwecken.

 Eingesetzt werden die Hanfblüten oder ein Extrakt etwa bei Multipler Sklerose, fortgeschrittenen Krebserkrankungen oder dem Tourette-Syndrom. 21 Patienten haben derzeit die Ausnahmeerlaubnis wegen chronischer Schmerzen, so wie Werner N.

 Die Kosten für das Cannabis oder die Cannabis-Extrakte können variieren − auf den Preis haben auch die Apotheken Einfluss. In der Regel übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht.

 Die Hanfblüten, die deutsche Patienten konsumieren, stammen aus niederländischer Produktion unter staatlicher Kontrolle.

 Weitere Informationen gibt es beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte online unter www.bfarm.de.

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