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06.12.2010 – Gleiches Recht für alle!?

Gleiches Recht für alle!?

(anke) Wieso ist es zur Zeit in Kiel und Kronshagen nicht möglich, ohne Angst um die eigenen Knochen vor die Tür zu gehen? Ich als überzeugte Radfahrerin möchte auch im Winter nicht auf Auto oder Bus umsteigen müssen, werde aber durch die Gehwegzustände dazu genötig. Dabei soll man doch was tun für die Gesundheit/Umwelt/Luft/Lärmverminderung/ etc. pp. Oder gilt das nur für die warmen Jahreszeiten? Was ist mit denen, die sich ein Auto oder ein Busticket nicht so ohne Weiteres leisten können? 

Die „Satzung über die Reinigung der öffentlichen Straßen“ in Kronshagen schreibt zum Thema Schnee und Eis folgendes vor:

§ 4 Art und Umfang der Streu- und Schneeräumungspflicht

[…](2) Die Geh- und Radwege sind von Schnee zu befreien. Nach 20.00 Uhr gefallener Schnee ist bis 08.00 Uhr des folgenden Tages zu räumen. In der Zeit von 08.00 Uhr bis 20.00 Uhr gefallener Schnee ist innerhalb einer Stunde nach beendetem Schneefall zu räumen. […]

Ich erwarte von niemandem, dass er bei starkem und andauerndem Schneefall jede Stunde die Wege frei schaufelt. Das ist auch nicht vorgeschrieben. Anhand einiger positiver Beispiele im Ort ist es aber durchaus möglich, den Geh- und Radweg auch bei viel Niederschlag schnee- und eisfrei zu halten. Nur etwas Sand streuen nützt bei soviel Schnee nichts. Der ist nach zwei Tagen schön festgetreten und verwandelt sich in eine Eisbahn.

Also Leute, schnappt Euch Besen und Schaufel und bewegt Eure Hintern nach draußen. Fragt bei Omi und Opi im Haus nebenan, ob Ihr denen vielleicht bei ihrer Verpflichtung helfen könnt? Nach einer halbe Stunde schaufeln schmecken Glühwein und Kekse doppelt gut und das tägliche Workout ist damit auch schon erledigt. Liebe private und städtische Winterdienstleister, Ihr habt so tolle Gerätschaften zur Verfügung. Die machen alle viel Krach, in einigen kann man sogar fahren und sie haben große Schaufeln oder Bürsten vorne dran. Richtig räumen tun sie irgendwie nicht. Oder sind Eure Auftraggeber zu geizig, um eine ordentliche Räumung zu bezahlen? Kritischen Stimmen, die meinen, ich soll im Winter das Rad stehen lassen, kann ich nur sagen: Gleiches Recht für alle! Wieso sollen Fußgänger und Radfahrer solche Zustände hinnehmen, während der heilige deutsche Autofahrer auf frisch gepökelten, geräumten Straßen unterwegs ist? Es ist ja nun nicht so, dass es seit einer Woche ohne Unterbrechung schneit, Herrgott nochmal! Während die Straßen wieder frei sind, rutschen wir Nichtmotorisierte noch bis zum nächsten Tauwetter auf den Eisschichten rum.

 

2 Antworten auf „06.12.2010 – Gleiches Recht für alle!?“

Sehr interessanter Eintrag …. habe mich hier auch schon sehr geärgert, wie schlecht geräumt wird. Gestern war hier in der Nebenstraße erst am Nachmittag die Straße geräumt. Der Gehweg wird hier von der Gemeinde seit letztem Jahr nicht mehr geräumt. Bin schon auf meine Walkingstöcke ausgewichen, weil der Rollator nicht zu bewegen ist bei dem Wetter. Zum Glück benötige ich ihn nur zum Festhalten – weil ich Angst habe zu Stürzen … also mehr für die Psyche ….

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